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Gute Ideen – schlecht kommuniziert. Industriekultur Saar im Dornröschenschlaf.

Im Rahmen der Sondierungsverhandlungen von CDU, FDP und Grünen kam in den letzten Wochen die Diskussion um die Effizienz der Industriekultur Saar (IKS) wieder einmal in den Fokus der Öffentlichkeit. Ineffektiv eingesetzte Landesmittel und der Standort Reden als Millionengrab lauteten die altbekannten Vorwürfe.
Details und Hintergründe bleiben dem Bürger in aller Regel verschlossen. So wurde die Kritik hier im Allgemeinen in ein pro oder contra Gondwana-Prähistorium formuliert. Dass man aber gerade auf dem ehemaligen Gelände der Grube Reden in den letzten Jahren mehr oder weniger unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit, die Realisierung eines Masterplans vorantreibt, sollte doch von der IKS selbst einmal stärker in die Medien gerückt werden.
Immense Infrastrukturmaßnahmen wurden auf dem Areal durchgeführt. Dazu gehörten Lösungen zur Altlastenproblematik und auch der Bau eines völlig neuen Entsorgungssystems. Dies geschah natürlich alles unterirdisch, wurde wenig wahrgenommen und ist auch heute nicht mehr sichtbar. Spannend wird es , betrachtet man die Pläne für die Nutzung der alten Gebäude, der beiden Halden und des ehemaligen Absinkweihers. Der „Garten Reden“ bietet hier interessante Perspektiven für eine Freizeit- und Tourismusnutzung, die im Saarland in dieser Konzentration ohne Beispiel wären. Die Pläne schließen in ihrem ausgewogenen Nutzungskonzept sowohl ein Bildungserlebnis, wie auch die Möglichkeit zu Sport und Abenteuer ein. Ebenso liegen jetzt schon ausreichend viele Ideen für Gastronomie und Unterkunftsmöglichkeiten vor. Gerade deren Fehlen darf heute noch als ein herber Mangel betrachtet werden und wirkt sich definitiv als Bremsklotz auf touristische Maßnahmen aus, die mehr als nur die Bewohner des näheren Umkreises mit einschließen.
Der Unternehmer von Gondwana, Matthias Michael Kuhl hat alle Marketingmöglichkeiten genutzt um in den Medien sein Projekt zu veranschaulichen, es voranzutreiben und um es letztlich zu realisieren. Die IKS hingegen versäumte es diesen Moment zu nutzen und ebenfalls die schon seit Jahren formulierten Pläne und deren längst begonnene Realisation in einer breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren. Selbst deren Website bietet außer einer PDF-Broschüre wenig aussagefähige Informationen zu dem Standort und den angedachten Projekten. In dieser Broschüre liest man an der einen oder anderen Stelle wiederholt von „Dornröschenvegetation“ und „Dornröschenschlaf“ in Bezug auf den Standort Reden. Vielleicht wird auch in Göttelborn bei der IKS ein Prinz benötigt, der dieses ins Kommunikationszeitalter wachküsst.
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