Industrieumsätze im 1. Halbjahr 2009 um 30 Prozent eingebrochen
Die saarländischen Industriebetriebe hatten im ersten Halbjahr 2009 herbe Umsatzeinbußen zu verkraften. Mit 9,5 Mrd. Euro erzielten die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes ein Umsatzminus von 30,3 Prozent. Dabei ging das Inlandsgeschäft um 28,6 Prozent auf 4,9 Mrd. Euro zurück. Mit dem Ausland wurden 4,6 Mrd. Euro erwirtschaftet, ein Rückgang um 32,0 Prozent. Der Absatz in den Euroraum brach dabei um 30,8 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro ein. Auf Bundesebene lagen die Umsatzverluste bei 22,6 Prozent.
Wie das Statistische Amt des Saarlandes weiter mitteilt, sind von dieser Entwicklung nahezu alle Industriezweige betroffen. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen fiel das Halbjahresergebnis mit 3,7 Mrd. Euro um 37,0 Prozent niedriger aus. Der Auslandsabsatz reduzierte sich um 41,4 Prozent auf 2,0 Mrd. Euro. Das Inlandsgeschäft gab um 31,3 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro nach. Erhebliche Umsatzeinbußen erlitten hier die Hersteller von Teilen und Zubehör für Kraftwagen.
Die Umsätze reduzierten sich in den Betrieben der Metallerzeugung und Metallbearbeitung ebenfalls kräftig um 34,9 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro. Die Maschinenbauer blieben mit 909 Mio. Euro um 29,7 Prozent unter dem Vergleichsergebnis des Vorjahres. Auch die Hersteller von Metallerzeugnissen unterschritten mit 660 Mio. Euro die Vorjahreswerte um 27,8 Prozent.
In der Gummi- und Kunststoffwarenindustrie wurden 325 Mio. Euro im ersten Halbjahr abgerechnet, was einem Rückgang um fast ein Drittel entspricht. Das Umsatzminus bei den Herstellern von Nahrungs- und Futtermitteln fiel dagegen mit 5,5 Prozent auf 472 Mio. Euro eher moderat aus.
Die 249 meldepflichtigen Industriebetriebe des saarländischen Verarbeitenden Gewerbes beschäftigten im Juni 80 396 Personen. Dies sind 4,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Bund ging die Zahl der Beschäftigten um 3,0 Prozent zurück.
Quelle: Statistisches Amt Saarland |