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Jahresinflationsrate mit negativem Vorzeichen

 

Die Verbraucherpreise im Saarland lagen im Juli 2009 mit einem Indexstand von 107,3 (Basisjahr 2005=100) um durchschnittlich 0,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dies ist die niedrigste Inflationsrate seit Dezember 1986. Damals wurde ein Rückgang um 0,7 Prozent gemessen. Nach Angaben des Statistischen Amtes Saarland ist die aktuelle Entwicklung der Inflationsrate vor allem Ausdruck eines so genannten Basiseffektes, der aus einer Rücknahme von starken Preiserhöhungen in der Vergangenheit vor allem im Bereich der Energie sowie im Nahrungsmittelbereich resultiert. Im Vergleich zum Vormonat Juni 2009 sind die Preise hingegen leicht um 0,1 Prozent gestiegen.


Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für Haushaltsenergie insgesamt betrachtet um 7,8 Prozent zurückgegangen, wenn auch als Ergebnis sehr unterschiedlicher Entwicklungen. Die Heizölpreise sind im Laufe eines Jahres um fast die Hälfte (48,9 %) gesunken. Mit einem Minus von 7,4 Prozent folgen die Gaspreise dieser Entwicklung nur zögerlich. Deutlich höher als im Vorjahr lagen hingegen die Strompreise (+ 8,4 %). Auch bei der Fernwärme und der Umlage für Zentralheizung kam es zu einem weiteren Preisanstieg um 3,2 Prozent. Vergleicht man das aktuelle Preisniveau mit dem des Basisjahres (Monatsdurchschnitt 2005 = 100), so hat sich Heizöl bereits um 10,6 Prozent verbilligt. Die Preise für Fernwärme und Zentralheizung (+ 33,4 %), Strom (+ 28,2 %) und Gas (+ 23,5 %) lagen nach wie vor deutlich über dem Ausgangsniveau. Um fast ein Fünftel haben sich die Tankstellenpreise in Jahresfrist verringert. Am meisten profitierten die Diesel-Fahrer (- 29,0 %), während die Fahrer von Ottomotoren um 16,6 (Normal) bzw. 16,3 Prozent (Super) günstiger tanken konnten als vor einem Jahr.


Auch Nahrungsmittel sind gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent preiswerter geworden. Vor allem die Preise von Vollmilch (- 26,0 %) und Butter (- 19,0 %) sind wieder in den Keller gerutscht. Aber auch Gemüse (- 8,4 %) und Obst (- 4,5 %) gab es billiger als im Juli vergangenen Jahres. Während die Preise für alkoholfreie Getränke um 1,4 Prozent zurückgingen, stiegen sie bei alkoholhaltigen Getränken mit der gleichen Rate an. Ungünstig war die Entwicklung für Erholungssuchende. Die Preise für Pauschalreisen im Reisemonat Juli 2009 lagen um durchschnittlich 4,5 Prozent über denen des Vorjahres. Bei Beherbergungsdienstleistungen wurde eine durchschnittliche Verteuerung um 2,9 Prozent registriert.


Gegenüber dem Vormonat Juni 2009 wirkte sich insbesondere die Entwicklung der Energiepreise günstig auf die Haushaltskassen aus. Die Preise für Heizöl (- 8,4 %), Gas (- 5,4 %) sowie auch für Fernwärme und Zentralheizung (- 2,3 %) waren rückläufig, wohingegen der Strompreis unverändert blieb. Auch die Kraftstoffpreise lagen um 4,2 Prozent niedriger als im Juni. Nahrungsmittel verbilligten sich um durchschnittlich 0,9 Prozent und im Bereich Bekleidung und Schuhe (- 0,5 %) sorgten die Saisonausverkäufe für günstigere Konditionen. Deutlich gestiegen sind binnen Monatsfrist mit Beginn der Sommerferien die Preise für Pauschalreisen (+ 14,5 %) und für Beherbergungsdienstleistungen (+ 9,7 %).

 

Quelle: Statistisches Amt Saarland - Presse- und Informationsdienst

 
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